Krankheiten

Leider bleiben auch unsere Rassekaninchen nicht vor tückischen Krankheiten verschont. Als Kreisverband möchten wir unsere Züchter stets umfangreich über die gängigsten Kaninchenkrankheiten informieren und darum finden verschiedene Fachberichte zu den gängigsten Kaninchenkrankheiten hier ihren Platz. Auch für die Zuchtwarte unserer Vereine dürfte diese Übersicht durchaus interessant sein, sei es um Schulungen mit diesem Material abzuhalten oder um sich selbst zu informieren, falls ein Züchter Hilfe benötigt.

Die bekanntesten Kaninchenkrankheiten

Seit 2012 sorgt die Erkrankung RHDV-2, die auch als Chinaseuche bekannt ist, wieder für Unbehagen in unseren Reihen, aber auch viele Kaninchenhalter fürchten sie.

Symptome:

Meistens, plötzlicher Tod eines oder mehrerer Kaninchen mit typisch für die RHD zurück gebogenem Kopf, seltener, bei mildem-akutem Verlauf zunächst Apathie, Fressunlust, Blutungen aus Nase und Schleimhäuten, Atemnot.

Diagnose:

Nur durch einen Tierarzt möglich.

Behandlung: 

Nur symptomatisch möglich, um Linderung zu verschaffen. Die einzige Rettung sind vorbeugende Impfungen der Impfstoffe Filavac K C+V, ERAVAC oder CUNIVAC des gesamten Bestandes.

Vorbeugung:

Einen sehr guten Schutz bieten entsprechende Impfungen gegen RHD & RHDV-2. Ein hohes Maß an Hygiene und ein guter Schutz vor Insekten im Stall sollte selbstverständlich sein. 

Die Myxomatose der Kaninchen ähnelt der Beulenpest des Menschen. Sie ist nahezu unheilbar und führt nach einem 8-14 – tägigen Leidensweg zum Tod der Tiere. 

Symptome:

Apathie, Fieber, Fressunlust, beulenartige Geschwüre und Schwellungen am gesamten Körper, vornehmlich am Kopf, Bindehautentzündungen, Atem- und Schluckbeschwerden

Diagnose:

Die Diagnose sollte durch einen Tierarzt gestellt werden. 

Behandlung:

Bei schlechter Prognose nur symptomatisch, die Myxomatose führt in 90% der Fälle zum Tod. Einen sicheren Schutz bietet nur eine Impfung des gesamten Bestandes. 

Einen guten Schutz vor der Myxomatose bietet die jährliche Impfung. 

Zu den Darmerkrankungen zählen bei unseren Kaninchen die Enterocolitis, die Kokzidiose und die Trommelsucht, wobei letztere als Begleiterscheinung zur Enterocolitis / Kokzidiose auftreten kann. Insgesamt ist der Ablauf der Erkrankungen ähnlich. Welcher Erreger (Kokzidien, E. Coli, Clostridium perf.) nun der Auslöser der jeweiligen Krankheit ist, kann durch eine Kotuntersuchung beim Tierarzt festgestellt werden. 

Symptome:

Schleimiger, gallertartiger Durchfall, Aparthie, Fieber, Fressunlust, Blähungen, Atemnot  

Diagnose:

Eine sichere Diagnose kann durch die Abgave einer Kotprobe beim Tierarzt gestellt werden.

Behandlung:

Die Behandlung erfolgt erregerspezifisch.

Vorbeugung

Gegen die Enterocolitis kann ein stallspezifischer Impfstoff hergestellt werden. Das A & O zur Vorbeugung der verschiedenen Darmerkrankungen ist eine raufutterreiche und ausgewogene Fütterung mit genügend Vitaminen. Denn Kaninchen benötigen faserreiches Futter, um ihre Verdauung zu regulieren. Darüber hinaus ist auf eine gute Stallhygiene zu achten. Bei besonders anfälligen Beständen kann ein spezielles Absetzfutter ab der 3. bis zur 12. Lebenswoche gereicht werden. Auch sollte auf Parasiten geachtet werden, denn auch Kaninchen können von Würmern und ähnlichen Mitbewohnern betroffen sein. Es empfiehlt sich, vor der Zuchtsaison eine Entwurmung der Alttiere, z. B. mit Panacur vorzunehmen.